Die Zikade : Eine Saengerin

Die Zikade knistert oder zirpt.

Nur das Maennchen singt, um die Weibchen anzulocken. Letztere machen den ersten Schritt. Unsere Zikaden umfassen sich seitlich, die Paarung dauert nur einige Minuten.

Die Zikade hat die lauteste Insektenstimme ueberhaupt.

Wenn Sie eine Zikade beim Singen beobachten, werden Sie sehen, wie sich der ganze Bauch von oben bis unten bewegt. Wie funktioniert dies alles?

Ein Teil des Koerpers fungiert wie das Musikinstrument Becken oder Zimbel.
Unter der Brust, hinter den Hinterbeinchen, gibt es zwei Deckel, die als Daempfer dienen, unter diesen befinden sich zwei Hoehlungen, in der Provence als li capello (die Kapelle) bekannt, das Ganze bildet la gleiso, die Kirche. Diese Mulden werden durch eine duenne und weiche Membrane begrenzt, hinten durch einen schimmernden Film, mirau, Spiegel, genannt. Diese Einheiten (Kapelle und Spiegel) sind die Klangkoerper, sie erzeugen keinen Ton, aber veraendern ihn.
Das echte Klangorgan ist woanders. Auf den aeusseren Flanken der Kapellen, dort, wo Bauch und Ruecken zusammenstossen, ist eine ovale, von einem Deckel maskierte, Oeffnung, die Pfeiffe. Diese Oeffnungen fuehren zu einer anderen Hoehle, die Schallkammer, deren Aussenwaende eine mattschwarze Ausbeulung formen, gleich hinter den Befestigungen der Hinterfluegel.
Die Innenwand besteht aus einer kleinen, weissen, ovalen Membrane, das Becken, diametral mit Adern durchsetzt, die ihr Spannkraft verleiht. Das Becken, so wie eine gewoelbte Schuppe, wird durch einen Muskel in Gang gesetzt, in dem sich dieser verkuerzt oder verlaengert, und so das Becken zusammendrueckt oder senkt. Diese Verformungen werden von sehr schnellen Klickgeraeuschen begleitet, 300 bis 900 pro Sekunde. So also vibrieren beide Becken. Es ist, als wuerde man den Deckel einer Blechdose mit dem Daumen aufdruecken und schnell wieder loslassen.

Die Deckel sind unbeweglich: durch das Heben oder Senken des Hinterleibs wird die Kapelle geoeffnet.
Gesenkter Bauch: die Deckel schliessen Kapelle und Pfeiffe, der Ton ist schwaecher.
Gehobener Bauch: die Kapellen klaffen auseinander, die Pfeiffen lassen Luft herein, der Ton erreicht seine volle Staerke.
Die Muskeln der Becken sind synchron mit den Schwingungen des Bauches und bestimmen das variable Ausmass des Tons.

Dieser Ton haengt von den Umstaenden ab: der sehr laute Liebeslaut kann leiser werden, wenn die Zikade beunruhigt ist oder eine latente Gefahr spuert, und rauh und kurz vor Not, wenn sie gefangen wird.

Bestimmte Abende unterbricht sich ihr Gesang zwischen 19 Uhr/20 Stunden, um eine halbe Stunde später für ungefähr eine neue halbe Stunde wieder aufzunehmen. Dieses Ereignis ist auf ein atmosphärisches Phänomen zurückzuführen. An von der Sonne hinzulegen stürzt die Temperatur, und die Feuchtigkeit der Luft steigt, unser Insekt ist sehr empfänglich für diese Feuchtigkeit und Stopschild sein Gesang. Dann ungefähr dreißig bis vierzig Minuten nach es von Sonne hinzulegen geht die Temperatur die Feuchtigkeit verjagende dann unsere Heuschrecke hinauf wieder aufnimmt ihren Gesang bis am neuen Temperaturrückgang, endgültig.

Nehmen Sie vorsichtig eine Zikade auf, legen Sie sie auf den Ruecken und kratzen Sie ihr den Bauch: sie wird es Ihnen mit ihrem Gesang vergueten. Es sei denn, es handelt sich um ein Weibchen, dann wird sie nicht singen. Auf der naechsten Seite werden wir erfahren, wie man ein Maennchen von einem Weibchen unterscheidet.


Klangorgane


Membrane


Funktion eines Beckens

eine sorglose Saengerin

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